Am Ísafjarðardjúp (26.06.)

Das Zimmer in der JH Korpudalur hatte ich telefonisch gebucht, da die Buchungsseite sagte, dass Zimmer nur noch nach Anfrage buchbar wären. Am Ankunftstag wussten wir warum, eine Wandergruppe hatte sich angesagt.

Unser Zimmer lag hinter der guten Stube des Hauses, dem gemütlichen Aufenthaltsraum des Hauses. Da die Wandergruppe den Frühstücksraum belegten zogen sich die anderen Gäste in die gute Stube zurück. Irgendwann waren wir dann müde und zogen uns zurück und hatten gedacht, schlafen zu können. Doch weit gefehlt.

4 Jüngelchen haben uns mit ihrer Routenplanung wach gehalten: „Wir müssen den Wagen übermorgen abgeben, aber wir wollen noch DA hin, fährt denn von da ein Bus weiter?… “ Es war schon eine interessante Streckenplanung: Von Isajförður nach Akureyri an einem Tag. Viel Spa?! Die Flasche Rotwein tat ihr Übriges.

Ich glaube, es muss nicht gesondert erwähnt werden, wann wir die JH am nächsten morgen verlassen haben.. Wir haben sehr genüsslich gefrühstückt und uns extra viel Zeit gelassen. Wir haben schließlich Urlaub.

Für den heutigen Tag hatten wir uns nicht so viel vorgenommen, Isafjörð ur und Bolungarvik standen auf dem Programm.

Durch den 9 km langen Tunnel ging es zunächst nach Bolungarvík, dem nördlichsten Ort in den Westfjorden. In Bolungarvík haben wir das Fischermuseum besucht. Auf alten Überresten wurden ein Salzhaus, ein Trockenhaus und das Fischerhaus für 12 Personen wieder aufgebaut. Der Museumsguide in Arbeitskleidung (Schafshaut) , eine Lehrerin, gab zahlreiche Erläuterungen und wir haben uns noch ganz nett unterhalten, da wir die einzigen Gäste waren.

Da die Straße nicht weiter ging, fuhren wir wieder zurück nach Ísafjörður. Die alte Straße an der Steilküste entlang ist seit 2011 durch einen Tunnel ersetzt, da sie wegen Steinschlag und Lawinen häufig unpassierbar war und Bolungarvík im Winter abschnitt.

Zurück in Ísafjörður begann es leicht zu nieseln. Dennoch schlenderten wir durch die Stadt. Im Heimatmuseum erfuhren wir interessante Sachen über das Fischereiwesen. Unter anderem erzählte ein Film über das Leben der Fischer vor der Mechanisierung der Fischerei. Gedreht wurde dieser Film in dem Fischermuseum in Bolungarvík.

Zum Aufwärmen ging es in die Gamla Bakariið zu einem leckeren Stück Kuchen und einem heißen Kaffee.

Das Wetter änderte sich nicht so richtig, so dass wir nur noch beim Bonus einkauften und uns dann auf den Rückweg machten.

Der Weg durch den Tunntel war schon einzigartig. Vor allem der Abzweig nach Suðureyri war etwas irritierend, als ein LKW herauskam.

Aber irgendwie war es noch recht früh am Tage und im Hinterkopf spukte etwas von einem Länderspiel. In Flateyri suchten wir nach einer Gaststätte o.ä. .. Na ja, man kann es ja mal versuchen.

Dafür gab es dann einen kleinen Fotostopp an den Überresten einer Walfischfabrik.