Caveman – oder – oben ist Sturm (01.07.)

Für heute morgen 10 Uhr hatten wir eine Höhlentour in die Vigðelmir-Höhle beim Hof Fljótstunga gebucht. Da wir auf dem Hof übernachteten war der Anfahrtsweg mit gut 100 m nicht sehr lang. So blieb ausreichend Zeit für das Frühstück. Vom Hof aus  fuhren wir mit unserem Guide Gina, einer Kalifornierin, zum Höhleneingang. Inzwischen hatte es zu stürmen und zu schauern begonnen. Mit Helm und Lampe versehen begann der Abstieg in den Lavatunnel. Dieser Tunnel ist nur im Rahmen einer Führung zu begehen, ansonsten ist er verschlossen.

2014-07-01-Vigdelmir01-2
Eingang zur Höhle

Innen erwartete uns totale Dunkelheit und ein bis zu 15 m hoher und 16 m breiter Tunnel. Im Rahmen der kurzen Führung von gut 45 Minuten unter Tage begingen wir nur den Anfangsteil. Neben Schokolava erwarteten uns Eisstalagmiten. In dieser Höhle soll in grauer Vorzeit eine Frau gelebt haben.

Eisstalagmiten
Eisstalagmiten

Nach einer tollen Führung ging es zunächst zur Hütte zurück, um ein paar Sachen zu holen.

Über Húsafell ging es dann zu den Hraunfossar und zum Bjarnafoss.

Hraunfossar
Hraunfossar

Hier schien die Sonne bei starkem Wind. Entsprechend der Uhrzeit war der Parkplatz gut gefüllt. Leider waren auch hier die guten Touristentugenden zu sehen:
– andere schon länger stehende Touristen von einem Infoboard wegschicken, damit man es besser filmen kann.
– Absperrungen und Verbotsschilder ignorieren: was tut man nicht alles um gute Fotos zu bekommen.
Leider waren alle Beispiele deutsch sprachig.

Nächster Stopp war Reykholt, wo der Verfasser der Prosa-Edda, Snorri Sturluson gelebt hatte. In einem kleinen Museum erfuhren wir einiges über sein Leben und Wirken.

Snorris BAdewanne
Snorris BAdewanne

Auf dem Weg nach Borgarnes wurde der Sturm und der Regen immer heftiger. Die Landschaft verschwand hinter einem grau-schwarzen Schleier.

In dem Café, in dem einige Szenen von „Das verrückte Leben des Walter Mitty“ gedreht wurden, gab es Kaffee und Kuchen. Von der nahen Brücke war nichts zu sehen.

Durch den böigen Südwind ging es wieder Richtung Húsafell, wo wir uns im dortigen Schwimmbad in den Hot Pots aufwärmten. Mit 700 ISK war es das bisher teuerste. Es hatte zwar eine recht nette Aussicht, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte nicht so ganz im Vergleich zu anderen Bädern.