Colorline Minicruise Kiel-Oslo-Kiel

Nach der Wanderwoche in Luxemburg zollten wir dem aufkommenden schlechten Wetter Tribut und änderten unsere Urlaubspläne.
Dank moderner Technik war eine Minicruise der Colorline von Luxemburg aus gebucht, 4* Colorclass Außenkabine incl. Frühstück und Minibar, dazu das Abendbuffet und eine Stadtrundfahrt.

Zwei Tage vor der Abfahrt buchte ich für ein Jahr die Colorclub-Mitgliedschaft. Der Mitgliedsbeitrag von 10 € machte sich schon in Kiel bezahlt. Wir hatten Zugang zur VIP-Lounge mit kostenfreien Getränken und Tageszeitungen. So war dann schnell ein Sektchen und ein Kaffee geschlürft.
Für ein bevorzugtes Boarding reichte es aber nicht, dafür wären 5* notwendig gewesen.
So reihten wir uns in die lange Schlange ein.

Kaum hatten wir die Gangway verlassen traten wir in eine andere Welt ein. Es erinnerte nichts mehr an ein Schiff.
Wir befanden uns in einem Hotelkomplex, in dem die gerade ankommenden Gäste in die Aufzüge zu ihren Kabinen strömen. Ersttäter wie wir und dir Profis, die mehr oder weniger rücksichtsvoll sich ihren Weg bahnten, um nach dem Kabinenbezug ganz schnell das Oberdeck zu stürmen.

Die Kabine war schnell gefunden…. und…. Luxus empfing uns.
Gegenüber dem Eingang winkte ein riesiges Panoramabullauge, das Bett schön gemacht, Bademäntel und – schlappen lagen bereit und die Minibar war gemischt gefüllt.

Pünktlich um 14.00 legte die Color Magic in Kiel mit einem lauten Signal ab.

Kiel
Kiel

Als Auslaufmusik tönte „I’m sailing“ von Rod Stewart.
Bei sonnigem Wetter genossen wir die Ausfahrt aus der Kieler Förde vom Sonnendeck aus.

Kieler Förde
Kieler Förde

Bei der Anfahrt zur Storebælts-Brücke konnte man das Gefühl haben, dass das Schiff nicht drunter durch passen würde.

Öresundbrücke
Öresundbrücke

Vor dem Abendessen bummelten wir durch die Shopppingmall und prüften das Angebot des Taxfree-Shops zwecks Reisemitbringsels für die Rückfahrt.

Achtern Color Magic
Achtern Color Magic

Um 20.00 begann die Fütterung der Massen, dachten wir. Es gab zwar eine Schlange vor dem Eingang, aber sie löste sich schnell nach Öffnung des Saales auf. Wir bekamen einen 2er Tisch zugewiesen.
Nun konnte das Schlemmen beginnen. Das Buffet war reichhaltig und abwechslungsreich, aber nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches.
Das Ambiente war ganz nett. Bei Live-Pianomusik war von einem Schiffsaufenthalt nichts zu spüren, wenn nicht der Blick aus dem Fenster auf die untergehende Sonne über dem Wasserspiegel gefallen wäre.

Hier fielen uns doch einige Zeitgenossen auf, die in jedem Fall, die Kosten für das Essen rausessen wollten. Es ist unglaublich, wie viel auf einen Teller passt. Und wenn der Teller nicht ausreicht, dann trägt man die kleinen Krebse halt mit der Hand zum Tisch. Nun gut.

Früh morgens wurden wir durch die aufgehende Sonne geweckt, die durch das riesige Bullauge fiel und uns an der Nase kitzelte.

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang

Nach einer ausgiebigen Dusche und anschließendem Aufwärmen im Bademantel und Colorline-Schläppchen gab es das Inklusivfrühstück im Oceanic à la carte am Heck des Schiffes mit einem riesigen Panoramafenster.

Die Einfahrt durch den Oslofjord genossen wir auf dem Sonnendeck.

Oslo Stadtpanorama
Oslo Stadtpanorama
Restaurant Dyna Fyr
Restaurant Dyna Fyr

In diesem Restaurant muss man reservieren, da das Warten vor der Tür etwas kompliziert wird.

Beim Auschecken für die Stadtrundfahrt staute sich die Menschenmenge auf dem Schiffsboulevard. Die Schlange löste sich aber sehr schnell auf.

Mit etwas Verspätung ging es auf die 3-stündige Stadtrundfahrt mit Besuch der Ausstellung „Munch und van Gogh„. Unser Guide konnte zu fast jedem Bild etwas sagen. Danach fuhr uns der Bus durch die Stadt zur Holmenkollen-Sprungschanze.

Holmenkollen Skischanze
Holmenkollen Skischanze
Holmenkollen Kapelle
Holmenkollen Kapelle

Bei schönstem Wetter hatten wir einen tollen Blick auf Oslo. Leider reichte die Zeit nicht, um den Panoramablick von der Sprungschanze zu erhaschen. Pünktlich (eher etwas verspätet) kamen wir 15 Minuten vor der Abfahrt am Schiff an.

Mit einer halben Stunde Verspätung liefen wir aus. Vor dem Abendessen um 17.00 war dann Tax-Free Shopping angesagt. Das frűhe Abendessen zahlte sich aus, denn auf dem Sonnendeck waren viele Stühle frei. Warm eingemummelt genossen wir den Sonnenuntergang.

Die halbe Stunde Verspätung hatte das Schiff über Nacht wieder eingeholt. Beim Frühstück hatten wir diesmal einen Platz nahe am Panoramafenster.

Nachdem wir die Koffer gepackt hatten beobachteten wir das Anlegemannöver am Norwegenkai und gingen erst kurz vor der Ausschiffung auf die Kabine, um das Gepäck zu holen. Die Reinigungstruppe stand schon vor der Tür.

So endete die Minicruise im sonnig-warmen Kiel. Doch wo war der deutsche Zoll? Mist, hätten wir doch mehr Schnaps mitnehmen können.

Fazit: Die Minicruise ist eine schöne Gelegenheit sich einfach mal treiben zu lassen. In der 4*Colorclass Kabine mit MB fühlt man sich richtig wohl. Die Minibar bietet ausreichend Gelegenheit für den Durst zwischendurch. Insgesamt herrscht eine ungezwungene Atmosphäre. Das Frühstück im Oceanic à la carte ist in Ordnung, aber nicht spektakulär. Dafür aber die Aussicht. Auch das Grand Buffet am Abend ist in Ordnung, aber ebenfalls nicht spektakulär.

Nicht so schön war, dass die Kabine bei der Einschiffung etwas staubig war. Am nächsten Tag war aber Staub gewischt. Die Minibar war auf der Rückfahrt nicht aufgefüllt und die Gläser nicht ausgewechselt.

Was würden wir im Wiederholungsfall machen: kein Abendbuffet buchen, sondern in einer der vielen anderen Möglichkeiten essen. Es ist schwierig für 36,- zu essen. Die Stadtrundfahrt ist für das erste Mal in Ordnung, beim 2. Mal eher nicht. Aber auf jeden Fall wieder eine 4* Kabine mit MB, da die Aussicht grandios ist und das Frühstück und die Minibar im Aufpreis bereits enthalten sind.

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