Rund um Snaefellsnes (30.06.)

Nachdem gestern abend eine Truppe Franzosen in der Küche gewütet und Fisch gebraten hat, war der erste Morgen schon um 6.30 zu Ende. Die Truppe meinte lautstark frühstücken zu müssen. Die Überreste sahen wir später, abgewaschen zwar aber nicht weggeräumt. image Das nächste ungewöhnliche Geräusch waren Lautsprecherdurchsagen, ein Kreuzfahrtschiff hatte angelegt und Senioren strömten durch die Straßen. Das erste Regengebiet war schon durchgezogen, so dass es zunächst nicht regnete. Am Westzipfel von Snæfellsnes schauten wir uns archäologische Ausgrabungen an. Es blies ein kräftiger Wind von Südwesten, der die  Wolken gegen die Bergkette drückte. So schauerte es das eine ums andere Mal. Den Aussichtskrater Saxholl ließen wir wegen Regens rechts liegen, in den Krater Hólahólar konnten wir direkt hineinfahren. In der Bucht von Dritvik schauten wir uns das lebendige Museum an, Schiffswrackreste am Strand, deren Lage aus Kulturschutzgründen nicht verändert werden darf. Aber auch die Lavaformationen waren beeindruckend. Vor 14 Jahren war der Snæfellsjökull ganz klar im Hintergrund zu sehen, diesmal war er verhüllt. In Búðir schauten wir uns die kleine Holzkirche an, ein beliebtes Postkartenmotiv, bei gutem Wetter. In Arnastapi besuchten wir wie vor 14 Jahren die Vogelfelsen. Dann ging es zügig durch den Regen zu unserer Übernachtung auf der Farm Fljótstunga. Auf Snæfellsnes hat sich in den vergangenen 14 Jahren viel getan, die Rundstraße ist komplett geteert. Rastplätze laden zum Verweilen ein und Hinweisschilder kündigen Übernachtungsmöglichkeiten an.